Re: Preis / Leistungsverhältnis stimmt nicht - vor allem beim Internet - Schweizer zahlen mehr fürs Internet
internetF und mehr für eine lausige Geschwindigkeit (v.A. der Upstream
> ist tragisch). Ich war mal ne Zeit in Asien, dort kostete eine 100
> MBit Leitung im Monat ca. 15 CHF (ok, der Vergleich hinkt insofern,
> da die Leute dort auch viel weniger verdienen). Ich wäre für so eine
> Leitung ja auch bereit MEHR zu bezahlen (ich dachte da so an 250 -
> 300 CHF, könnte so Handgelenk mal PI etwa passen verglichen mit dem
> Lohn).
Kriegst du die 100 Mbit überall, oder nur in großstädtischen
Gebieten?
Wird dafür extra eine Leitung gelegt, oder läuft das mit über eine
vorhanden, Fernsehkabel z.B.?
> Dazu kommt noch, dass die Swisscom (IMHO immer noch ein elendiger
> Monopolist, der endlich vernichtet gehört) ihre Kunden melkt wo es
> nur geht…
Es zwingt dich doch keiner, den Monopolisten zu nutzen, oder?
Wie du unten beschreibst, ist die private Bereitstellung von
Infrastruktur doch viel effektiver:
> Und Cablecom ist auch keine Scheiss besser, die scheren sich um
> kleinere Dörfer (so 3000 Einwohner und mehr) keinen Deut! Aha
> Kabelinternet gibbets nicht? Wir müssten etwas investieren… Oooch
> komm vergessen wirs, die Bauern brauchen eh kein Internet. (und nein,
> ich wohne nicht in den Bergen, sondern ca. 20 Km. von Basel entfernt)
> So das musse einfach mal raus, auch wenns warscheinlich keinen
> interessiert.
Buddeln lohnt nicht, so einfach ist das, jedenfalls in Deutschland.
Und wenn die Konkurrenz per Regulierung die vorhandenen Leitungen
billig kriegt, gibts noch weniger Gewinn, aus dem man Buddeln
finanzieren könnte. Diese ganze Privatisierung der Infrastruktur ist
doch eine einzige Abzocke, sinkende Qualität, dafür mehr “Service” in
Form von Drückern und Werbung, aber weniger Technik. Der Erfolg der
Privatisierung ist in USA an Enron zu sehen, und an der Qualität der
dortigen Stromnetze.
Mein Provider ist Tochtergesellschaft des regionalen Stromversorgers,
sie verfügen über dessen Glasfasernetz entlang der
Hochsoannungstrassen, erforderlich zur Signalisierung, und jetzt eben
Zweitnutzung zur telekommunikation. Arcor übernahm das Glasfasernetz
der Deutschen Bahn.
Mobilcom stellte nur einen Router in die Pampa, zahlte regulierte
2.7Pfg pro Minute und berechnete den Kunden 19pfg, und natürlich darf
der ex-monopolist seinen resellern keine Konkurrenz machen.
Also mir wäre ein reguliertes Monopol, bei dem die Gewinne
reinvestiert werden um das Land in der Fläche zu erschliessen lieber
als diese Melange aus reguliertem Ex-Monopolist, Resellern, Drückern,
grossen Vertriebsorganisationen und kleiner Technik.